Barrierefrei nach draußen – Komfort beginnt an der Terrassentür

13.10.2026

Große Fensterflächen und fließende Übergänge von Wohnraum zu Balkon oder Terrasse prägen moderne Wohnwelten – und schaffen Sicherheit für alle Generationen. Doch noch sind niveaugleiche Übergänge eher die Ausnahme: Einer Gutjahr-Befragung von 2025 zufolge müssen 75 Prozent der Balkon- und Terrassenbesitzer mit „Stolperkanten“ leben.

Balkon und Terrasse sind heute eine Erweiterung des Wohnraums. Dort wird gegessen, gespielt oder einfach die Sonne genossen. Eine hohe Schwelle kann diesen selbstverständlichen Weg nach draußen schnell zum Hindernis machen: Sei es mit Rollator oder Kinderwagen oder nach einem Unfall, einer Operation oder zeitweiligen Rücken- oder Knieproblemen.

 

Mehr Freiheit im Alltag

„Barrierefreiheit ist einfach eine Notwendigkeit“, sagt auch Marianne Drößiger, Vorstandsvorsitzende des Bundesverbandes Barrierefrei e. V. Aus eigener Erfahrung weiß sie, wie schnell eine Schwelle zum Problem werden kann: Nach einer Knieoperation hatte sie mit Krücken keinen Zugang zum Balkon – wegen der hohen vorhandenen Schwelle. „Wenn man rauskommt, steigt sofort die Lebensqualität. Man nimmt am Leben teil, bekommt frische Luft.“

 

Gerade mit Blick auf das Wohnen im Alter gewinnt dieser Komfort an Bedeutung. Doch auch Familien profitieren davon, wenn Kinderfahrzeug, Kinderwagen oder Servierwagen ohne Hindernis zwischen drinnen und draußen rollen können. Barrierefreiheit wird so zum Qualitätsmerkmal eines Hauses oder einer Wohnung.

 

Eine niedrige Schwelle allein reicht nicht

Doch die Schwelle einfach zu reduzieren, löst das Problem nicht. Im Gegenteil: Je niedriger der Übergang, desto wichtiger wird eine zuverlässige Entwässerung. Niederschlagswasser muss schnell vom Türbereich weggeleitet werden. Gleichzeitig müssen Tür- oder Fensterelement, Abdichtung und Belagsaufbau zusammenpassen. „Das muss abgestimmt sein. Die Schnittstellen sind eng, deshalb muss gut geplant werden“, bringt Marianne Drößiger die Herausforderung auf den Punkt. Barrierefreie Übergänge funktionieren nur als Gesamtsystem – und nur dann, wenn auch die beteiligten Gewerke frühzeitig zusammenspielen.

 

Von der Planung bis auf die Baustelle

Genau hier setzt Gutjahr an. „Für Planer ist entscheidend, dass sie nicht erst auf der Baustelle über die Schnittstellen sprechen. Wir unterstützen deshalb bereits in der Planungsphase dabei, Türanschluss, Entwässerung, Abdichtung und Belagsaufbau als Einheit zu betrachten“, sagt Dipl.-Ing. Stefan Reichert, Leiter der Gutjahr-Akademie. Die Gutjahr-Fachberater begleiten Planer und Verarbeiter beispielsweise im Büro und bei Bedarf direkt auf der Baustelle. Hinzu kommen Fachseminare, telefonische Beratung sowie Planungsdetails und Ausschreibungstexte. Gerade die persönliche Beratung vor Ort ist für Reichert ein zentraler Bestandteil des Gutjahr-Angebots.

 

Marianne Drößiger kennt Gutjahr und die Angebote für Planer seit vielen Jahren. Besonders die ganzheitliche Sichtweise überzeugt sie: Nicht nur das Produkt zählt, sondern auch die Frage, wie es geplant und sicher eingesetzt wird. „Der Laie kann das nicht wissen. Man kann nicht nur nach der Optik gehen“, betont die Expertin. Denn gerade im Außenbereich wirken Wasser, Hitze und starke Temperaturschwankungen auf Belag und Unterbau ein.

 

Sicher entwässern im System

Wie sich der Systemgedanke konkret umsetzen lässt, zeigt AquaDrain BF-FLEX. Der Spezialdrainrost wird unmittelbar vor bodentiefen Türen oder Fenstern eingebaut und kann als schräge Ebene eingestellt werden. Das Wasser fließt vom Türbereich weg in die angeschlossene Flächendrainage und wird dort schnell weitergeleitet. So lassen sich technische Sicherheit und ein niveaugleicher Übergang miteinander verbinden. Gutjahr hat das Wasserableitvermögen seiner Systeme unabhängig prüfen lassen. Für das Komplettsystem bietet das Unternehmen zudem eine sechsjährige Funktionsgarantie – nicht nur auf die Komponenten, sondern auch auf die Wasserableitleistung.

 

„Entscheidend für die Funktionssicherheit ist neben den einzelnen Komponenten vor allem das exakte Zusammenspiel aller Systembauteile“, sagt Stefan Reichert. Als Teil der Ardex-Gruppe kann Gutjahr dabei auch bauchemische Produkte sinnvoll in den Systemaufbau integrieren.

Lösungen für Neubau und Sanierung

Barrierefreie Übergänge gehören deshalb am besten von Anfang an zur Planung. Doch auch bei einer Sanierung lohnt sich der Blick auf vorhandene Schwellen. Denn für viele Bestandsbauten gibt es heute technische Möglichkeiten, um den Weg nach draußen deutlich komfortabler zu gestalten. Gutjahr bietet beispielsweise Komplettlösungen mit barrierefreiem Drainrost für Aufbauten ab etwa 3 cm inklusive Belag an. „Barrierefreiheit besteht aus vielen, vielen Bausteinen“, sagt Marianne Drößiger. Und genau darin liegt die Herausforderung – aber auch die Chance: Wenn Planung, Produkte und Gewerke zusammenspielen, entsteht ein Übergang, über den im Alltag niemand mehr nachdenken muss.