Freizeitspaß statt Kalkspuren: Gutjahr-Drainagesysteme im Phantasialand

28.10.2026

Achterbahnen, fantasievoll gestaltete Themenwelten und außergewöhnliche Shows: Im Phantasialand in Brühl bei Köln gibt es für die Gäste an jeder Ecke etwas zu entdecken. Damit sie unbeschwert zwischen Attraktionen, Restaurants und Erlebnisbereichen unterwegs sein können, muss auch abseits der großen Fahrgeschäfte alles stimmen. Das gilt auch für die Wege und Treppenanlagen im Park. An der „Berliner Treppe“ waren nach einer früheren Sanierung deutliche Kalkausblühungen aufgetreten. Um solche Beeinträchtigungen künftig zu vermeiden, wurde die Anlage erneut saniert – mit der Stufendrainage AquaDrain SD und der Flächendrainage AquaDrain EK von Gutjahr.

Die „Berliner Treppe“ liegt mitten im Geschehen: Vom Kaiserplatz in der Themenwelt Berlin führt sie entlang der Fassade des Restaurants „Unter den Linden“ nach oben und verbindet die Themenwelten Berlin, Mexico und Deep in Africa miteinander. Bei rund zwei Millionen Besuchern, die das Phantasialand jährlich zählt, ist sie Teil eines stark frequentierten Wegenetzes. Entsprechend hoch sind die Anforderungen an den Belag: Er muss der starken Beanspruchung standhalten und soll zugleich dauerhaft gepflegt aussehen. Doch nach einer früheren Erneuerung zeigten sich auf den Betonstufen deutliche weiße Ablagerungen. Deshalb entschied man sich für eine erneute Sanierung.

 

Wenn Wasser seine Spuren hinterlässt

„Solche Kalkausblühungen sind ein typisches Problem bei Außentreppen“, erklärt Rino Mastroiacovo von der Gutjahr-Anwendungstechnik, der das Projekt fachlich begleitete. „Hier hatte die Kombination aus Verbundabdichtung und Verlegemörtel zu den Ausblühungen geführt – auch weil die zusätzliche Entwässerung fehlte. Dann dringt Wasser in den Aufbau ein, löst Kalkbestandteile aus den zementgebundenen Materialien und transportiert sie an die Oberfläche. Dort verdunstet die Feuchtigkeit und die weißen Ablagerungen bleiben zurück.“

 

Gerade bei einer repräsentativen Treppenanlage in einem Freizeitpark ist das natürlich unerwünscht. Dabei geht es nicht zwangsläufig um Schäden, die die Nutzung einschränken. „In diesem Fall standen die optischen Beeinträchtigungen im Vordergrund“, so Mastroiacovo weiter. „Entscheidend war deshalb, den neuen Aufbau so zu gestalten, dass eindringendes Wasser schnell wieder abgeführt wird und sich möglichst wenig Feuchtigkeit in der Konstruktion halten kann.“

 

Speziell für Außentreppen entwickelt

Die Lösung: Auf rund 200 laufenden Metern Treppenstufen kam AquaDrain SD von Gutjahr zum Einsatz. Die Stufendrainage wurde speziell für Außentreppen entwickelt. Ihre winkelförmigen Elemente werden im Bereich von Tritt- und Setzstufen eingebaut und ermöglichen eine gezielte Entwässerung unterhalb des Belags. „Bei Treppen ist die Entwässerung besonders anspruchsvoll, weil wir es nicht mit einer durchgehenden Fläche, sondern mit vielen einzelnen Stufen und Übergängen zu tun haben“, erläutert Mastroiacovo. „Mit AquaDrain SD können wir auch diese Bereiche gezielt entwässern. Gleichzeitig verhindert die kapillarpassive Konstruktion, dass Feuchtigkeit aus der Drainage wieder in den Belagsaufbau aufsteigt.“ Ein weiterer Vorteil: Die Drainage schafft einen dauerhaft funktionsfähigen Entwässerungsraum unter dem Belag. So lässt sich das Risiko von Ausblühungen und feuchtebedingten Schäden deutlich reduzieren.

 

Ergänzt wurde die Stufendrainage durch rund 50 Quadratmeter AquaDrain EK 16. Die kapillarpassive Flächendrainage sorgt auf den Podesten und den angrenzenden Flächen dafür, dass Wasser hier ebenfalls zuverlässig abgeleitet werden kann. „Wichtig ist, die Entwässerung nicht nur auf den einzelnen Stufen zu betrachten“, betont Mastroiacovo. „Auch die anschließenden Flächen müssen in das Konzept einbezogen und ebenfalls effektiv entwässert werden. Erst dann ergibt sich ein durchgängiger Aufbau.“ Als neuer Belag wurden eigens angefertigte Betonstufen von Metten Stein+Design im Format von rund 80 x 30 x 5 cm verwendet. Damit erhielt die Treppenanlage nicht nur eine neue Oberfläche, sondern auch einen auf die Anforderungen abgestimmten Unterbau.

 

Bauen zwischen den Parkbesuchen

Eine weitere Herausforderung war der Zeitplan. Denn im Phantasialand ist auch dann viel los, wenn gerade keine Gäste durch die Themenwelten schlendern. In den Schließzeiten werden die Anlagen gewartet, Reparaturen ausgeführt und Bereiche erneuert. Auch die Treppensanierung sollte ursprünglich vor der Wiederöffnung des Parks im Frühjahr 2025 abgeschlossen sein. Doch das Wetter spielte nicht mit. Deshalb wurden die Arbeiten auf zwei Abschnitte verteilt. „Bei solchen Projekten muss die Ausführung genau auf die Abläufe vor Ort abgestimmt werden“, erklärt Mastroiacovo. Umso wichtiger waren die gute Vorbereitung durch die Gutjahr-Anwendungstechnik und die Betreuung auf der Baustelle. Das Gutjahr-Team unterstützte das ausführende Unternehmen dann direkt vor Ort und wies es in die fachgerechte Umsetzung ein. „Gerade in einem Freizeitpark sind die Zeitfenster begrenzt. Da hilft es, wenn technische Fragen schon vor Beginn der Arbeiten direkt auf der Baustelle geklärt werden können“, ergänzt der Anwendungstechniker.

 

Gut gerüstet für den Parkbetrieb

Mit der neuen Drainagekonstruktion soll die Treppenanlage den hohen Anforderungen des täglichen Parkbetriebs langfristig gerecht werden. Denn bei einer stark frequentierten Außentreppe zählen nicht nur eine stabile Belagskonstruktion und eine zuverlässige Entwässerung. Auch die Optik spielt eine wichtige Rolle – gerade in einem Freizeitpark, in dem jedes Detail zur Atmosphäre beiträgt.

 

Dementsprechend zufrieden zeigte sich das Gutjahr-Team bei einer erneuten Begehung nach mehreren Monaten Parkbetrieb: „Es ist schön zu sehen, wenn aus einer technisch durchdachten Lösung auch optisch ein überzeugendes Ergebnis wird“, sagt Mastroiacovo stolz. „Genau das war hier unser Ziel.“ Denn die neu gestaltete Treppenanlage präsentierte sich nach dem ersten „Härtetest“ in einem einwandfreien Zustand.